Neue Kurse


Aufbaukurs Psychoanalytisch-Systemische Paartherapie
Start:
März 2019

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Weiterbildungskurs Systemisches Coaching
Start:
April 2019

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Weiterbildungskurs Psychoanalytisch-Systemische Beratung
Start: Mai 2019

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Weiterbildungskurs Systemische Therapie
Start: Oktober 2019

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Neue Angebote in der APF-Werkstatt

Hier finden Sie weitere Fortbildungsangebote für Fachkräfte aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, aus dem medizinischen und den beraterisch/therapeutischen Arbeitsfeldern sowie Fortbildungsangebote für Führungskräfte, Berater & Personalentwickler.


Nächster Vortrag/nächstes Seminar:

Lic. Phil. Martin Rufer, Bern: Erfasse komplex, handle einfach oder wie man in der Therapie auf den Punkt kommt.

Freitag, 15. März 2019, 19.30 Uhr Vortrag
Samstag, 16. März 2019, 9.30-17 Uhr Seminar zum o.g. Thema


«Das Einfache ist nicht das Simple, sondern es ist das Komplexe, das sich nichts anmerken lässt», wie der Schweizer Autor Franz Hohler einmal treffend geschrieben hat. Wie aber lässt sich dieses „Einfache“ in Therapie und Beratung umsetzen? Welche Bedingungen sind nötig, damit z.B. der „breaking point“, der bei Klienten/Patienten Veränderungsprozesse in Bewegung setzt, erkannt bzw. angesteuert werden kann?
Aus der Theorie der Selbstorganisation wissen wir, dass der Wandel eine Tür ist, die nur von innen geöffnet werden kann. Anhand ausgewählter Fallbeispiele möchten wir uns in diesem WS auf die Spurensuche machen, wie, wann und wo Wesentliches passiert, das, was Therapeuten und Klienten therapeutischen Wandel anzeigt? Die Theorie der Selbstorganisation (Haken&Schiepek, Kriz, Tschacher u.a.) besagt, dass „Instabilitäten“ (in- und ausserhalb des therapeutischen Systems) Veränderungen einleiten und es diese dementsprechend als „inputsensible Phasen“ zu nutzen gelte. „Generische Prinzipien“ (Schiepek) können dem Therapeuten dabei behilflich sein, sozusagen ein Filter für prozessadaptives und „einfaches“ Handeln.

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Gemeinsamer Bundesausschuss legt Grundlage für kassenfinanzierte Psychotherapie

Aus der gemeinsame Presseerklärung der SG und der DGSF:

In seiner heutigen Sitzung (22.11.2018) hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Systemischen Therapie für Erwachsene bestätigt. Damit hat er den Grundstein dafür gelegt, dass Systemische Psychotherapie künftig als Versicherungsleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann. Mit seinem Beschluss beauftragt das G-BA-Plenum den Unterausschuss Psychotherapie des G-BA, mit den Beratungen zur Erweiterung der Psychotherapie-Richtlinie um die Systemische Therapie zu beginnen.

„Die Anerkennung der Systemischen Therapie durch den G-BA ist eine gute Nachricht für die Patientinnen und Patienten in Deutschland. Das Angebot einer kassenfinanzierten Systemischen Therapie bringt eine wichtige Verbesserung des psychotherapeutischen Behandlungsangebotes“, betont Dr. Björn Enno Hermans, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF).

Die heutige Entscheidung wurde mit den Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie der drei unparteiischen Mitglieder ermöglicht, nach einem klaren Plädoyer des G-BA-Vorsitzenden Professor Josef Hecken für die Anerkennung Systemischer Therapie. Auch die nicht stimmberechtigte Patientenvertretung unterstützte den Beschluss. Der G-BA stellt mit diesem Votum den Nutzen Systemischer Therapie in fünf Anwendungsgebieten der Psychotherapie fest, darunter die am häufigsten auftretenden Erkrankungen Angst- und Zwangsstörungen und affektive Störungen (Depression). Für eine Zulassung muss der Nutzen zwingend für diese beiden Indikationen belegt sein. Basis für die heutige Entscheidung ist die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das im Auftrag des G-BA den Nutzen in sieben Störungsbereichen festgestellt hatte. Den Antrag auf die Nutzenbewertung hatte 2013 das damalige unparteiische Mitglied Dr. Harald Deisler gestellt. Die Anerkennung der Systemischen Therapie durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie ist bereits vor zehn Jahren erfolgt.


Psychische Erkrankungen sind längst zu Volkskrankheiten geworden.
„Wir begrüßen es, dass erstmals nach 31 Jahren wieder ein hoch wirksames Psychotherapieverfahren vor der Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen steht“, erklärt Dr. Ulrike Borst, Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft (SG).

Bis es soweit ist, müssen sich die Patientinnen und Patienten noch etwas gedulden, da im nächsten Schritt die konkrete Anpassung der Psychotherapie-Richtlinie vorgenommen werden muss. Neben den beiden psychoanalytisch begründeten Verfahren und der Verhaltenstherapie wäre Systemische Therapie dann das vierte Richtlinienverfahren zur Behandlung psychischer Störungen.
Bis März 2019 soll laut einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag das Bewertungsverfahren zur Systemischen Therapie abgeschlossen sein. „Wir freuen uns“, so Sebastian Baumann, Vorstandsbeauftragter Psychotherapie der SG, „dass der G-BA für eine Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland gesorgt hat und auf der Grundlage des heutigen Beschlusses Systemische Therapie nun bald allen Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen kann.“ Professor Josef Hecken machte von seinem Steuerungsrecht als Vorsitzender Gebrauch und mahnte eine sehr zügige Umsetzung des heutigen Beschlusses an.


verantwortlich:
Sebastian Baumann, SG Brandenburgische Str. 22 10707 Berlin Fon 030 53 69 85 04 | Fax 030 53 69 85 05 E-Mail: sbaumann@systemische-gesellschaft.de www.systemische-gesellschaft.de
Bernhard Schorn, DGSF Jakordenstraße 23 50668 Köln Fon 0221 0221-16 88 60-11 | Fax: 0221-16 88 60-20
E-Mail: schorn@dgsf.org www.dgsf.org